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Bibione

Anreise Bibione
Auto :
  Autobahn A4 - Ausfahrt Portogruaro oder Latisana

Reisebus:
ZOB, Piazza Keplero Tel. 0431/43140
Aus Venedig und Treviso: ganzjaehrig  In der Saison auch aus Brescia- Mailand - Verona - Vicenza

Flugzeug:
Flughaefen Venedig, Treviso und Triest

Schiff:
Jachthafen von Baseleghe way point: 12 59' 10" O - 44 37' 50" N

Zug:
Bahnhof von Portogruaro oder Latisana

BIBIONE
Bibione ist ein mittelgroßer Stadtteil mit etwa 3000 Einwohner. Bibione ist ein Touristenort, der sehr gerne von Touristen aus Deutschland und Österreich besucht wird. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Touristen aus Holland, Belgien, Polen, Ungarn und Irland stark angestiegen und wird vermutlich auch weiterhin steigen. Die Stadt bietet um die 100.000 Schlafplätze, wie Hotels, Campingplätze oder Ferienwohnungen (Villaggio) an. Die Touristen bereisen Bibione meist zwischen Mai und September, da das Wetter zu anderen Zeiten mit dem deutschen vergleichbar ist. Die Geschäfte und der Strand sind auch nur während der Saison, zwischen Mai und September, geöffnet.

Zu den Traditionen der Stadt zählt es, dass jeden Dienstag auf dem Marktplatz vor dem Luna Park ein Wochenmarkt stattfindet. Dort werden verschiedene Dinge wie Kleidung, Hand- beziehungsweise Strandtücher, Fisch, Käse, original italienische Salami und frisches Obst verkauft.

Lage
Bibione liegt in dem Gebiet zwischen der Adria und dem Fluss Tagliamento. Es ist auf Grund der Bodenbeschaffenheit und von Ausgrabungen anzunehmen, dass Bibione eine kleine Gruppe von Inseln war, die durch einen schmalen Landstrich mit der Lagune und dem Festland verbunden waren, jene insulae bibioni oder Bibiones, die in einigen römischen und mittelalterlichen Urkunden erwähnte werden.

Das Land, auf dem Bibione entstanden ist, liegt am Meer, und gerade dem Meer hat es seinen heutigen Reichtum zu verdanken. Einst von Fischern bewohnt, wurde diese Tiefebene in den ersten Jahrhunderten n.Chr. von den Römern erobert; die in dieses Land auch Kultur, Sprache, sowie erste Veruche der Urbarmachung und den Bau eines Straßnnetzes brachten: d.h. das gesamte Kulturerbe des Römischen Reiches.


 

Um das Jahr Tausend ging das Land der Inseln Bibione in den Besitz der Bischhöfe des nahegelegenen Concordias über. Ein konkretes Zeichen des Zeitwandels: der Beginn des Christentums und der Verfall des Römischen Reiches. Das beweist auch die Krönung Ottos des III. - deutscher Kaiser - zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches 996, was auch die päpstliche Bulle Urbans des III. ein Jahrhundert später bestätigte. 

Mit der Entstehung der Republik Venedig kam auch die Lagune unter deren Herrschaft. Bibione stand nun für Jahrhunderte im Abseits, da es in die wichtigen Ereignisse der politischen Szene nicht miteinbezogen wurde. Das Gebiet wurde erneut Land der Wildnis und Heimat der Fischer. 
Sein Schicksal verknüpfte sich zunächst mit Frankreich, später mit Österreich, das 1798 die Zone besetzte. 
Danach (1805) wurde es erneut von Napoleon erobert. Bibione wurde Teil des Lombardisch-Venetischen Reiches, erklärt von Österreich durch den Vertag von Wien und schliesslich, 1866, schloss es dem italienischen Reich angeschlossen. Unter dieser Herrschaft wurden erneut die Arbeiten – einst von den Römern begonnen –wiederaufgenommen: nämlich die Urbarmachung der Sumpflandschaft zur Sanierung dieser feuchten, verlassenen Malariagebiete. 

Am Anfang des XX. Jahrhunderts wurde eine Genossenschaft gegründet, die die großen Eindämmungs- und Kanalisierungsarbeiten um den Fluß Tagliamento durchführte; diese wurden in den 30er Jahren mit der Urbarmachung von über 10.000 Hektar Land abgeschlossen. Die Urbarmachung geht Hand in Hand mit der Entwicklung von Verkehrswegen und dem Anschluss an die Stromversorgung einher, um diesen Gebieten die Voraussetzungen für Arbeit und Produktion zu verschaffen.

Strand Bibione

Das Nadelbaumdickicht, die Sümpfe und die Lagune machen Platz für den Kiefernwald und den goldenen Sand eines der schönsten Strände Italiens. Nunmehr beginnt in den 50er Jahren die touristische Entwicklung Bibiones mit dem Bau der ersten Hotels, der dann immer mehr Fuß fasste und das Stadtbild dieses Badeortes veränderte. Der Name Bibione stammt aus der Vergangenheit, die sog. 
”Insulae Bibioni” lagen, Inseln im Meer aber mit der
Lagune Durch einen schmalenlandstreifen mit dem festland verbunden.

Festland verbunden, von denen heute noch archeologische Funde zeugen. 1960 wurde dieser Ortsname offiziell registriert und, fast gleichzeitig, wurde Bibione zum Badeort erklärt. Schon 1961 wurde Bibione im Jahresbuch des Touring Clubs erwähnt und in wenigen Jahrzehnten entwickelte es sich zu einem der wichtigsten Badeorte Europas. 

Von den ersten Gehversuchen bishin zu seiner großartigen Entwicklung sind nur 50 Jahre vergangen. Das aktuelle Stadtbild Bibiones ist ein herausragendes Zwischenziel aber noch nicht sein Endziel.