Anreise FlorenzMit dem ZugDer Hauptbahnhof von Florenz heisst Santa Maria Novella Informationen ueber die Zugzeiten, Anschluesse bzw.Tarife erhalten sie unter der Telefonnummer 0039 848888088.Zuege Italien
Mit dem FlugzeugDer Flughafen Amerigo Vesupcci befindet sich ca. 5 km nordwestlich vom Zentrum der Stadt Florenz Man kann ihn entweder mit dem Taxi erreichen, oder aber auch den Shuttlebus (SITA) nehmen, der halbstuendlich zwischen Stadtzentrum (Bahnhof) und Flughafen verkehrt.Flughafen Amerigo Vespucci Via del Termine, 11 50127 FLORENZ Sekretariat Tel: 0039 055 30615 Flughafen Florenz Der Flughafen Galilei von Pisa ist hingegen ca. 80 km von Florenz entfernt. Es besteht jedoch eine sehr gute Zugverbindung (ca. stuendlich) vom Flughafen Pisa nach Florenz Ausserdem besteht die Moeglichkeit, schon am Flugschalter, wo sich einer am Bahnhofsgelaende von Florenz (S. Maria Novella) befindet, einzuchecken und zwar fuer Abfluege vom Flughafen Galilei (Pisa). Zudem erhaelt man auch die Bahntickets zum Flughafen von Pisa dort. Flughafen Galileo Galilei Pisa tel. 0039 050 849111 Flughafen Pisa
Mit dem AutoAutobahn A1 Mailand-Bologna-Rom Autobahn A11 Florenz-Pisa-Livorno Autobahnabfahrten von Florenz: A1 Florenz Sued, A1 Florenz Certosa, A1 Florenz Signa, A1 Florenz Nord, A1 Calenzano-Sesto Fiorentino fuer Verkehrsinformationen auf den Autobahnen A1 und A11 wenden sie sich bitte an die Telefonnummern 0039 055 4203200 bzw. 0039 055 4203250 Autobahnen Italien
Florenz Die Stadt Florenz ist die Hauptstadt der Provinz Florenz (Firenze) (44 Gemeinden) sowie der Region Toskana (Toscana). Die toskanische Provinz besitzt eine Flaeche von 3514 km die von knapp einer Millionen Einwohner bewohnt wird. Die Stadt selbst besitzt rund 400000 Einwohner und gilt als Kultur und Kunst Hochburg aufgrund der Namenhaften Kuenstler und Gelehrten die dort lebten. Der Fluss Arno teilt die toskanische Hauptstadt in zwei Teile die zur Entstehungszeit, rund 100 vor Christus Florentina (die bluehende) genannt wurde. Der Ponte Vecchio (die alte Bruecke) verbindet beide Teile der Stadt Florenz. Seit 1982 ernannte die UNESCO die historische Altstadt von Florenz zum Weltkulturerbe der Menschheit. Grund fuer die Aufnahme in die UNESCO-Liste ist die Tatsache das die Stadt bereits seit ueber 600 Jahren einen bedeutenden Einfluss auf die Kuenstler der letzten Jahrhunderte gehabt hat. Grossmeister wie Giotto, Brunelleschi, Botticelli oder Michelangelo waren in Firenze ansaessig und haben die Stadt sowie die Geschichte mit ihren Meisterwerken bereichert. Der Dom und das Baptisterium Zu den besonderen Sehenswuerdigkeiten zaehlt der Dom von Florenz (Santa Maria del Fiore) und dessen eigenstaendiger Glockenturm (Campanile) der von Giotto entworfen wurde. Vor dem Dom befindet sich das Baptisterium San Giovanni, dessen drei grosse Bronzeportale kuenstlerisch von grosser Bedeutung sind. Von besonderer Bedeutung ist auch die San Marco Kirche die sich an der Piazza San Marco im Norden der Altstadt befindet. Kuenstler wie Michelangelo, Giotto, Leonardo da Vinci, Raffaello, Donatello oder Botticelli sowie der Gelehrte Galileo Galilei praegten diese Stadt, in der 1561 die erste europaeische Akademie fuer Malerei gegruendet wurde. Weitere bedeutende Sehenswuerdigkeiten wie der David von Michelangelo befinden sich seit 1783 in der Accademia dell Arte del Disegno. Zuvor stand die Skulptur von Michelangelo vor dem Palazzo Vecchio, dem heutigen Rathhaus von Florenz. Eine der bedeutendsten Kunstsammlung der Welt kann man in den Uffizien besichtigen
SehenswuerdigkeitenGalleria degli Uffizi (Uffizien) Die wichtigste Kunstsammlung Italiens und eine der reichsten der Welt und kuendigt sich normalerweise durch das wilde Sprachengemisch der Touristenschlangen an, die sich durch den Vorhof winden. Das Museum befindet sich in Vasaris majestaetischem Uffizi-Palast und beherbergt die Kunstsammlung der Medici, die der Stadt Florenz 1737 unter der Bedingung vermacht wurde, dass sie die Stadt niemals verlassen solle. Der eindrucksvolle Querschnitt italienischer, insbesondere florentinischer Kunst wurde so angeordnet, dass er den Einfluss der sich entwickelnden Techniken und Ideen auf die Kuenstler hervorhebt. Die riesige Sammlung ist wirklich zu gross, um sie auf einmal zu bewaeltigen. Besucher mit nur wenig Zeit sollten aber unbedingt einen Blick in die Saele 7-18 werfen, in denen sich einige der groessten Attraktionen der Stadt befinden, u. a. Botticellis mythologische Meisterwerke Geburt der Venus und Der Fruehling und Leonardo Da Vincis Verkuendigung. Die Kunst des Mittelalters bildet unter den fruehen Werken einen Schwerpunkt, besonders die Schule von Siena, die vor allem von Duccio, Martini und Giotto verkoerpert wird. Im hinteren Teil der Galerie werden Werke der umbrischen und venezianischen Schulen gezeigt, u. a. Tizian, Tintoretto und Raphael. Piazzale degli Uffizi 6 Tel: (055) 238 86 51 oder 86 52. Fax: (055) 238 86 99. E-Mail: uffizi@mac.uffizi.firenze.it Internet: www.musa.uffizi.firenze.it Anreise: Bus B. oeffnungszeiten: Di-So 08.30-18.50 Uhr (Sa bis 22.00 Uhr). Eintritt: 7,50 Piazza del Duomo (Domvorplatz) Brunelleschis Schwerkraft besiegender Dom beherrscht die florentinische Silhouette und definiert die Stadt. Die doppelt verschalte Kuppel thront auf dem pastellfarbenen Duomo (Dom) und war ein architektonischer Durchbruch, da Brunelleschi eine voellig neue Methode entwickelte, mit der man dem Gewicht der Kuppel entgegenwirken konnte, und mit deren Hilfe er die groesste sich selbst stuetzende Kuppel seit der klassischen Antike bauen konnte. Die Kathedrale wurde mit dem Anliegen errichtet, das groesste Gotteshaus der Christenheit zu werden (ein Praedikat, das letztendlich der Petersdom in Rom fuer sich beanspruchen konnte), deshalb brauchte man 150 Jahre fuer die Fertigstellung. Die urspruengliche Fassade wurde 1587 allerdings auf Veranlassung von Ferdinand I. wieder abgerissen, und so blieb der Dom 300 Jahre lang, bis 1887, ohne ein Gesicht. Die vom englischen Kunstkritiker John Ruskin als ein chinesisches Puzzle beschriebene Front aus verschwenderischem rosafarbenen, weissen und gruenen Marmor laesst ein weniger Hoehlen aehnliches Inneres erwarten, das ueberraschend schlicht ist. Nach dem Betreten der Kathedrale blicken die meisten Besucher erst einmal gen Himmel und lassen sich einen Moment Zeit, um die vor kurzem restaurierten Kuppelfresken von Giorgio Vasari zu bewundern bevor sie die 463 Stufen erklimmen, um den fantastischen Ausblick ueber die Stadt zu geniessen. Der schlanke, hohe und gradlinige Campanile (Glockenturm) ist eine grazile Ergaenzung zu Brunelleschis massigem Dom. Er wurde nach Giottos Entwurf ab 1334 errichtet und nach dessen Tod von Andrea Pisano und Francesco Talenti vollendet. Der Glockenturm ist mit zwei Girlanden aus Basreliefs dekoriert, die sich um die rosa getuenchte Fassade schlingen. Etwas hoeher befinden sich Kopien der von Donatello geschaffenen Propheten- und Sibyllen-Statuen, die Originale sind heute im Grande Museo dell'Opera del Duomo (Dommuseum) untergebracht. Der Aufstieg zur Turmspitze belohnt mit einem tollen Ausblick ueber die Piazza und einem besseren Blick auf den Dom und Brunelleschis rostfarbene Kuppel, die einst von dem Architekten Alberti als gross genug beschrieben wurde, um saemtliche Menschen der Toskana in ihrem Schatten unterzubringen. Das benachbarte Battisterio San Giovanni (Baptisterium) vollendet das Trio und war die Inspiration fuer die Fassaden des Doms und des Glockenturms. Das achteckige Gebaeude ist das aelteste in Florenz; man vermutet, dass es einmal ein heidnischer Tempel war. Es ist bekannt fuer seine vergoldeten Bronzetueren, besonders jene an der Ostseite, denen man den Spitznamen Tor zum Paradies verlieh. Die von Lorenzo Ghiberti mit groesster Sorgfalt und groesster Liebe ueber einen Zeitraum von 27 Jahren aus Bronze angefertigten Basreliefs erzaehlen auf ungewaehnlich realistische und mitfuehlende Weise eine Geschichte aus dem Alten Testament. Heute sind die meisten Stoecke Kopien, da die Originale zur Aufbewahrung und Restaurierung in das Dommuseum gebracht wurden. Ghiberti hinterlies ein Selbstportraet mit seinem kahl werdenden Haupt im Rahmen der Tuer (das vierte von links). Piazza del Duomo Anreise: Buslinien 14, 23 oder 71. oeffnungszeiten: Dom: Mo-Mi und Fr 10.00-17.00 Uhr, Do 10.00-15.30 Uhr, Sa und So 10.00-16.45 Uhr; Dommuseum: Unterschiedlich; Glockenturm: Taeglich 08.30-19.30 Uhr (April-Sept.); taeglich 09.00-16.30 Uhr (Okt.-Maerz); Taufkirche: Mo-Sa 12.00-19.00 Uhr und So 08.30-13.30 Uhr. Eintritt: Dom frei; Kuppel, Dommuseum und Glockenturm jeweils 5 ; Baptisterium: 1,50 . Galleria dell'Accademia Obwohl Florenz eine Faelle von Kunstwerken zu bieten hat, bringen die meisten Menschen die Stadt mit nur einem Meisterwerk in Verbindung mit Michelangelos David. Die kolossale Statue nimmt den Ehrenplatz in der Galleria dell'Accademia der Stadt ein und laesst die schwatzenden Touristenmengen, die in Ehrfurcht vor ihm stehen, winzig erscheinen. Die Statue wurde im Jahr 1502 von dem erst 29jaehrigen Kuenstler aus einem einzigen Marmorblock gehauen. Die uebertriebene Groesste und Muskulatur der Statue ist ein Symbol fuer die damals neu entstandene Republik, die fuer kurze Zeit ueber den Goliaths der Stadt die allmaechtigen Medici gesiegt hatte. In der Galerie befinden sich ausserdem die unvollendeten Sklaven Michelangelos, die in Marmorbloecken gefangen sind, denen sie scheinbar zu entfliehen versuchen. Via Ricasoli 60 Tel: (055) 238 86 09. Fax: (050) 238 86 09. E-Mail: GalleriaAccademia@sbas.firenze.it Internet: www.sbas.firenze.it Anreise: Buslinien 1, 6 oder 33. oeffnungszeiten: Di-Fr und So 08.15-18.50 Uhr, Sa 08.15-22.00 Uhr. Eintritt: 7,50 . Ponte Vecchio Die Ponte Vecchio ist die einzige Bruecke in Florenz, welche die Bombenangriffe der Nazis waehrend des Zweiten Weltkriegs unbeschadet ueberstanden hat. Heute ist diese Bruecke aus dem 14. Jahrhundert im wahrsten Sinne des Wortes mit Gold gepflastert, denn hier sind die Gold- und Silberschmiede der Stadt zu Hause, ein Ort, der die wohlhabenden Touristen besonders zum Einkaufen verleitet. Dies war allerdings nicht immer so, denn in frueheren Zeiten waren hier Metzger angesiedelt, die ihre blutigen Schlachtreste in den Arno warfen. Auf Anordnung Cosimo de Medicis verliessen die Metzger die Bruecke, um Platz fuer ein vornehmeres Gewerbe zu schaffen. Hoch ueber den Geschaeften der Gold- und Silberschmiede befindet sich ein ehemals geheimer Gang, der als Corrodoio Vasariano bekannt ist, und die Uffizien mit dem Pitti-Palast verbindet. Der von Vasari errichtete Gang sollte die maechtige Familie Medici vor dem florentinischen Poebel schaetzen, wenn sie sich von einem Palast zum anderen begaben. Der Gang ist mit den Portraits der bedeutendsten Kuenstler der Stadt geschmaeckt und wurde 1997 wieder fuer die Oeffentlichkeit zugaenglich gemacht, die Oeffnungszeiten schwanken allerdings wegen Personalproblemen. Besuche koennen auf Anfrage bei der Touristeninformation vereinbart werden. Anreise: Buslinie D. Museo Nazionale del Bargello Die finstere Fassade des Palazzo del Bargello, frueheres Gefaengnis und ehemalige Folterkammer der Stadt, ist kein sehr ermutigender erster Eindruck, den man von der bedeutendsten toskanischen Bildhauerkunst-Sammlung aus der Renaissance bekommt. Die Meisterwerke von Cellini, Donatello und Michelangelo sind ueber drei Etagen verteilt, auch ueber den huebschen Innenhof des Palasts, wo so mancher Florentiner einst seinen Kopf verlor. Donatello fing den Geist der fruehen Renaissance am besten ein mit seinem sinnlichen David und dem wachsamen St. Georg, der einst die Fassade von Orsanmichele zierte. Cellinis exquisite Bronzeplastik Ueberstrahlt im Grunde die hier gezeigten Skulpturen Michelangelos, die irgendwie gesetzt wirken, und Giambolognas Merkur sollte man sich nicht entgehen lassen. Zwei bronzene Tafeln von Ghiberti und Brunelleschi, auf denen die Opferung Isaaks dargestellt wird, bilden einen bezwingenden Vergleich. Beide Kuenstler nahmen mit den Tafeln an einem Wettbewerb teil, dessen Sieger die Tuer an der Nordseite des Baptisteriums giessen sollte. Beide gewannen, Brunelleschi aber weigerte sich, mit Ghiberti zusammenzuarbeiten, und baute daraufhin die Kuppel der Kathedrale eine wahrhaft kuenstlerische Brüeskierung. Via del Proconsolo 4 Tel: (055) 238 86 06. Fax: (051) 238 86 06. Anreise: Bus A, 14 or 23. Oeffnungszeiten: Taeglich 08.30-13.50 Uhr; im Wechsel So oder Mo geschlossen. Eintritt: 4 Euro Santa Croce Schon haeufig waren Besucher von der eleganten Franziskanerkirche Santa Croce sehr ueberwaeltigt, die fuer ein kaum bekanntes Leiden verantwortlich gemacht wird: das Stendhal-Syndrom. Als der franzoesische Schriftsteller Stendhal die Kirche besuchte, fiel er wegen ihrer Schoenheit in Ohnmacht. Dieser Zustand befaellt angeblich bis zu 12 Besucher im Jahr. Sogar Lord Byron berichtete, er sei beim Anblick der Kirche, die auf den Architekten Arnolfo di Cambio zurueckgeht, der auch schon fuer den Dom verantwortlich war, 'betrunken von ihrer Schoenheit gewesen sei. Auf der weiten Piazza der Kirche fanden einst Ritterturniere, Kaempfe mit wilden Tieren und Ketzerverbrennungen statt. Heute gehoert der Platz allerdings den Souvenirhaendlern mit ihren Miniaturausgaben des David und aus Gips gegossenen Jungfrauen, die sie den vom Stendhal-Syndrom geschwaechten Besuchern andrehen moechten. Die grosse Attraktion im gotischen Inneren der Kirche sind die Grabmaeler einiger der begabtesten Maenner Italiens, u. a. Michelangelo (dessen Koerper in einer Kiste aus Rom geschmuggelt wurde), Machiavelli, Galileo, Rossini und Ghiberti. Dantes Grabmal ist jedoch leer, denn der Urvater der italienischen Literatur starb in der Stadt Ravenna, die sich trotz der eindringlichen Bitten aus Florenz weigerte, seinen Leichnam herauszugeben. Die gedrueckte Stimmung wird von einigen farbenfrohen Kapellen erhellt, deren Fresken von reichen Bankiers in Auftrag gegeben wurden. Die Fresken der Bardi-Kapelle zaehlen zu den besten Giottos. Draussen, in den stillen Kreuzgaengen, befindet sich ein Juwel aus der Renaissance: die von Brunelleschi 1430 entworfene Pazzi-Kapelle, deren klares, geometrisches Design die Hinwendung zu den damals wiederentdeckten klassischen Vorbildern verraet. Piazza Santa Croce Anreise: Buslinien C, 14 oder 23. oeffnungszeiten: Mo-Sa 09.30-17.30 Uhr (Sommer); Mo-Sa 09.30-12.30 Uhr und 15.00-17.30 Uhr, So 15.00-17.30 Uhr (Winter). Eintritt: Frei. Santa Maria Novella Vor der mit Zebrastreifen verzierten, 1470 von Leon Battista Alberti fertiggestellten Santa Maria Novella beginnen viele Besucher ihre Besichtigungstour von Florenz. Die Kirche befindet sich ganz in der Naehe des gleichnamigen Bahnhofs und hat mit ihren grazioesen Schnaerkeln, gotischen Boegen und klassischen Giebeldreiecken eine der dramatischten Fassaden in Florenz. Neben der Santa Croce gehoert die Santa Maria Novella dem Dominikanerorden an und war die bedeutendste Kirche der Stadt. Der Freskenzyklus des fuehrenden Gesellschaftsmalers der Stadt, Ghirlandaio, zeigt das Leben der Jungfrau Maria und des Heiligen Johannes (des Taeufers) und ist mit der gesellschaftlichen Prominenz von Florenz bevoelkert. Der Hoehepunkt im Innern der hohen Kirche ist Masaccios Dreifaltigkeitsfresko (1427), dessen herausragende perspektivische Wirkung die Malerei der Renaissance revolutionierte. Auf wundersame Weise wirkt die flache Wand wie ein tiefes Gewaelbe, das den gekreuzigten Christus traegt. Hinter ihm, tief in Masaccios Kassettendecken-Kapelle, verlangt Gott, dass der Betrachter sein Opfer anerkennt. Piazza Santa Maria Novella Anreise: Buslinien A, 14, 23 oder 71. oeffnungszeiten: Mo-Do und Sa 09.30-17.00 Uhr, Fr und So 13.00-17.00 Uhr. Eintritt: 2,50 . Museo di San Marco In dem auf Geheiss von Cosimo de Medici wieder aufgebauten Dominikanerkloster lebten Fra Angelico und der religioese Fanatiker Girolamo Savonarola. Savonarola kuendigte den Florentinern bekanntermassen Verdammnis an und forderte sie dazu auf, ihre Buecher und Bilder auf dem Feuer der Eitelkeiten zu verbrennen. Der 'verrueckte Moenchs wird auf einem unheimlichen Portrait in der Corsini-Galerie dargestellt, auf dem er selbst auf einem Scheiterhaufen auf der Piazza della Signoria verbrennt. Wichtiger sind allerdings die Werke von Fra Angelico, eines sanften, frommen Moenchs, dessen leuchtende Fresken als Fokus fuer die meditierenden Moenche dienen sollten und jede der erhaltenen Moenchszellen zieren. Die tiefe religioese Ueberzeugung, die jedes dieser Wandbilder durchdringt, wird noch durch die Einfachheit der unmittelbaren Umgebung verstaerkt. Das eindrucksvollste von allen, Die Verkuendigung, befindet sich oben an der Treppe und zeigt die Angst und Ueberraschung der jungen Maria, als ihr angekuendigt wird, sie werde Jesus Christus zur Welt bringen. Piazza San Marco 3 Tel: (055) 238 86 08. Fax: (055) 238 87 04. Anreise: Buslinie 1, 6 oder 10. Oeffnungszeiten: Di-Fr 08.15-13.50 Uhr, Sa und So 08.30-18.50 Uhr; im Wechsel So oder Mo geschlossen. Eintritt: 4 Euro. Capella Brancacci (Brancacci-Kapelle) Das auf der anderen Seite des Flusses gelegene, als Oltrarno bekannte Gebiet wurde erst mit der Erweiterung der florentinischen Stadtmauer im 12. Jahrhundert zu einem Teil von Florenz. Auch heute noch hat es einen ganz eigenen Charakter. Das langsamere Lebenstempo wird von weniger protzigen Bauten und geringeren Touristenzahlen begleitet und belohnt den Abenteuerlustigen mit einem Einblick in das Alltagsleben von Florenz. Die meisten Besucher allerdings begeben sich auf diese Seite des Flusses, um die beruehmte Brancacci-Kapelle in der Kirche Santa Maria del Carmine zu sehen. Wie durch ein Wunder blieb diese Kapelle, in der Fresken von Masaccio, einem Schueler von Masolino und Filippino Lippi, zu sehen sind, von einem Brand im 18. Jahrhundert verschont. Masaccios Gemaelde Der Zinsgroschen stellt die Szene vor dem Hintergrund des Florenz der Renaissance treffend mit leuchtenden Farben und humorvollen Andeutungen dar, in scharfem Kontrast zu seinem trauervollen Werk Die Vertreibung aus dem Paradies. Sowohl auf das Paradies-Fresko als auch Masolinos Suendenfall wurde die oeffentlichkeit besonders Ende der achtziger Jahre aufmerksam, als man die Fresken einer Restaurierung unterzog, um die im 19. Jahrhundert aufgeklebten Folien zu entfernen, mit denen man die Genitalien verdeckte. Piazza del Carmine Anreise: Buslinie D. oeffnungszeiten: Mo und Mi-Sa 10.00-17.00 Uhr, So 13.00-17.00 Uhr (Besuche sind auf 15 Min. beschraenkt). Eintritt: 3 Euro