Anreise Grado
AUTOBAHNA4 Venezia-Trieste e A23 Tarvisio-Udine - Ausfahrt Palmanova (28 km von Grado) FLUGHAFENVon Trieste/Ronchi dei Legionari (18 km) Von Venezia (120 km) BAHNHOFVon Cervignano del Friuli (16 km) - von Udine (45 km)
Geschichte Grado
Zu Zeiten der Roemer war Grado der grosse, befestigte Hafen von Aquileia, der Landeplatz im beachtlichen Handelsverkehr des zweiten Rom. Als im Jahr 452 die Hunnen unter Attila Aquileia angriffen und vernichteten, bekamen die ueberlebenden Schutz in Grado durch Bischof Secondo. Danach begann ein glaenzender Zeitraum fuer die Stadt, welche vorerst nur das Patriarchat aufnahm; erst mit der Ernennung von Papst Gregor II. wurde sie als patriarchalische Stadt anerkannt. In diesen wenigen Jahrhunderten erfuhr die Insel die Bluete der Kunst mit ihren einmaligen paleochristianischen Monumenten wie die Basilika von Santa Eufemia, das Baptisterium von San Giovanni und die Kirche Santa Maria delle Grazie. Dieser Zeitraum dauerte bis zum Jahr 827, als das Konzil von Mantua das Ende von Grados Patriarchat entschied und dieses nach Venedig verlegt wurde. Damit begann auch der Verfall der Stadt, sie verlor an Grosse, wurde mit der Zeit zu einem isolierten Fischerdorf mit wenigen Leuten und war nicht mehr das Zentrum wichtiger Ereignisse. Im Jahr 1815 wurde Grado Teil der oesterreichisch-ungarischen Monarchie, wo die Insel auch grosse touristische Entwicklung erfuhr. Im Jahr 1854 lud Grado seine ersten Gaeste an den Strand in die camerini, die heutigen Umkleidekabinen, und im Jahr 1873 praesentierte sich das erste sterreichische Ospizio Marino, das Marinehospital sicher der Vorloeufer von Grados Kuranstalten. Im Jahr 1892 wurde dann von Kaiser Franz Joseph eine Verordnung unter-zeichnet, die die Gruendung der Kur- und Badeanstalt Grados belegte. Im selben Jahr wurde auch die grosse Meeres-Badeanstalt eroeffnet, eine elegante Anlage mit 400 Kabinen mit einem feinen Restaurant im Zentrum, das zum Marken-zeichen fuer die Stadt wurde ... fuer viele nachfolgende Jahre. Im Jahr 1900 trug ein gewisser Baron Leonhard Bianchi zur Erhaehung des touristischen Fremdenverkehrs bei, indem er eine Reihe von Villen erbauen liess, die noch immer existieren und noch immer seinen Namen tragen. Im April desselben Jahres wurden von der Gemeinde Versuche gemacht, durch Untergrundbohrungen Trinkwasser zu finden man hatte Erfolg, und so endete auf der Insel schliesslich der Mangel an Trinkwasser. Im Jahr 1910, um die Ankunft der Touristen zu erleichtern, baute die friula-nische Eisenbahngesellschaft nahe Belvedere einen Zugbahnhof, von wo aus man mit Linien-Dampfschiffen nach Grado weiterfahren konnte. Es folgten dann die Jahre, die Grado zu den ersten Adressen fuer Massentourismus werden liess. Ab dem Jahr 1915 gehoerte Grado, die exklusive Fremdenverkehrsinsel, wieder zu Italien, und in den dreissiger-Jahren bekam Grado einen neuen touristischen Anreiz und Aufschwung mit der Geburt der Thermen sowie dem Praedikat Kuranstalts, durch die Verlaengerung des Strandes und die Realisierung des dahinterliegenden herrlichen Rosenparks, die sog. gruene Lunge der Insel. Im Jahr 1936 wurde Grado dann durch den Aufbau der Bruecke, die Grado mit dem Festland verbindet, offen fuer den Autoverkehr: Die Touristen konnten endlich mit ihrem eigenen Auto anreisen, oder sie kommen mit dem Bus: von Cervignano bis zum Busbahnhof von Grado.