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Jesolo Lido

Anreise Jesolo Lido
Autobahn:

Wer von Mailand oder vom Brenner kommt:
Autobahn A4- Knoten Mestre- Ausfahrt in Richtung Flughafen "Aeroporto Marco Polo"/ Tessera- Richtung Jesolo.
Wer aus Tarvis, Udine oder Triest kommt:
Autobahn A4- Ausfahrt Noventa di Piave/ S. Don di Piave- Richtung Jesolo.
Bus:
Strecke S. Don di Piave (A.T.V.O.) - Jesolo, 35 Fahrminuten
Strecke S. Don (Bahnhof) - Jesolo, 38 Fahrminuten
Strecke Mestre (Bahnhof) - Jesolo, 55 Fahrminuten
Kurzstrecke, Fahrkarte 1,00  pro Fahrt
Kurzstrecken - Wochenkarte: von Samstag bis Freitag
Es gibt mehrere Busverbindungen zwischen Jesolo und ganz Italien oder andere Laender Europas. Fuer Informationen: Busbahnhof ATVO., Piazza Drago, Tel. 0039-0421-383633
Zug:
Bahnhof in Mestre Tel. 0039-041-715555
in S. Don di Piave Tel. 0039-0421-330835 mit verschiedenen Busverbindungen.

Fahrzeiten und Reservierungen im Internet:
www.trenitalia.com
Flughafen (nach Entfernung geordnet)
Venezia, Marco Polo, tel. 0412606111.
Treviso, San Giuseppe, tel. 042220393.
Verona, Valerio Catullo, tel. 0458095611.
Trieste, Ronchi dei Legionari, tel. 040631484.

Jesolo Lido:
Lido di Jesolo
breitet sich zwischen den Flüssen Sile und Piave aus. An der Piavemündung liegt der ehemalige Fischerort Cortellazzo. An der Silemündung steht ein Leuchtturm. Dahinter breitet sich zwischen Lagune und Meer die Litorale del Cavallino mit der Gemeinde Cavallino-Treporti
aus. Von dort gibt es Schiffsverbindungen nach Venedig.

Lido di Jesolo besteht aus mehreren Teilen:

  • Faro liegt an der Mündung des Sile.
  • Centro Ovest ist das westliche Stadtzentrum, im engeren Sinn auch das Zentrum von Lido di Jesolo.
  • Centro Est ist das kleinere, östliche Stadtzentrum.
  • Pineta verfügt über einen Pinienwald und mehrere Campingplätze.
  • Cortellazzo an der Mündung des Piave.

An der Gemeindegrenze zwischen Jesolo und Eraclea liegt die Laguna del Mort, eine von allen Seiten mit Dünen und Pinien umgebene Lagune, die einen beliebten Lebensraum für Vögel bildet.

Geschichte Jesolo Lido

Die Geschichte von Jesolo ist eng mit Venedig verbunden. Jesolo ist naemlich Venedig in den Annalen zuvorgekommen und hat zur Gruendung der Lagunenstadt beachtlich beigetragen. Mehrere archeologische Funde zeugen, das Jesolo ein altes Zentrum der Roemerzeit war; spaeter, im Zeitraum zwischen dem Untergang des Roemischen Kaiserreiches und der Grundung von Venedig, wurde Jesolo eines der bluehendesten Haefen des Lagunenbundes. Im Fruehmittelalter war Jesolo auch unter dem Namen "Equilium" bekannt. Im Jahre 742 kaempfte Jesolo gegen Eraclea, das Malamocco und Rialto als Dogenhauptstadt vorging. Jesolo wurde 806 von Pipin (der Koenig der Franken) zerstoert und nach kurzer Zeit wurde Jesolo wieder eines der Hauptzentren des Lagunengebietes. Um das Jahr Tausend war Jesolo Bischofssitz und zaehlte 42 Kirchen und mehrere Kloster und Salinen. Dann kam die Zeit des Niedergangs, der, wie es auch fuer Torcello passierte, von der progressiven Verlandung der Lagune verursacht wurde. Im 16. Jahrhundert begann die Republik von Venedig grossartige Trockenlegungsarbeiten, die zu der Ableitung der Fluesse Sile und Piave fuehrten und die Morphologie der Landschaft voellig aenderten; frueher war sie eine Lagune und dann bekam sie einen Ackerboden. Waehrend des Ersten Weltkrieges war Jesolo ein ausschlaggebendes Schlachtfeld, um den deutschen Vormarsch nach der italienischen Niederlage in Caporetto einzuschraenken. Zu dieser Zeit wurden die aeltesten Zeugnisse von Jesolo, unter denen die grosse roemische Kathedrale, von der heute nur einige Reste uebriggeblieben sind.

      

Strand jesolo                        Strand Jesolo                     Strand Jesolo                    Strand Jesolo

Römisches Kaiserreich und Eigenständigkeit 

Jesolo wurde zur Zeit des römischen Kaiserreichs als Vicus (Dorf) auf einer Insel in der Nähe der Piave-Mündung gegründet. Sie war auf dem langen Wasserweg von Ravenna eine der zahlreichen Etappen innerhalb der Lagune, wo die Handelsschiffe besonders im Winter halt machten, um sich vor den starken Winden (der Bora) und den Meeresstürmen zu schützen. Nach dem Zerfall des Kaiserreiches bildete Jesolo zusammen mit anderen Städten der Oberen Adria ein eigenes Reich mit Jesolo und Civitas Nova (Eraclea) als Hauptstadt. Erster Regent wurde der Doge Paolo Lucio Anafesto. In den folgenden Jahrhunderten erlebte Jesolo eine erste Blütezeit, die vor allem dem Handel, der Flussschifffahrt und der Salzgewinnung zu verdanken war.

Equilium, so der alte Name damals, hatte mit zahlreichen Überschwemmungen durch den Piave zu kämpfen. Der Piave änderte - wie alle anderen norditalienischen Flüsse damals - oft seine Bahn, was dramatische Auswirkungen auf die Bewohner der Stadt hatte. In den folgenden Jahren wurde durch Sedimentablagerungen des Piave der Hafenbetrieb immer schwieriger und der Landweg immer leichter erreichbar. Dadurch fielen die Ungarn öfter in Equilium ein. Trotz allem lief für einige Jahrhunderte der Handel noch gut weiter. Allmählich verlor Jesolo jedoch wieder an Bedeutung, da Teile der Bevölkerung nach Venedig abwanderten.

Neuer Ortskern

Ab dem 15. Jahrhundert entwickelte sich an der Kreuzung, die der Fluss und der Kanal bildeten, ein neuer Ortskern. Der Name der Familie Zucharin, die mit der Betreuung des Kanalverkehrs beauftragt waren, wurde zum neuen Ortsnamen: Cavazucharina, „Kanal der Zucharins“.

Im 17. Jahrhundert wurde im Zuge der venezianischen Flussumleitungen auch der Piave in ein neues Bett verlegt. Er fließt seitdem nicht mehr durch Jesolo, sondern ostwärts und mündet bei Cortellazzo in die Adria, während über das alte Flussbett, das auch heute noch Piave Vecchia (alter Piave) genannt wird, der Sile in die Adria mündet. Die beiden Flüsse verbindet seitdem ein Kanal.

20. Jahrhundert 

Im Ersten Weltkrieg wurde Cavazuccherina zum Schauplatz von Gefechten zwischen der italienischen und der österreichisch-ungarischen Armee.

Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche Santa Maria Assunta zerstört. Dann begann im Ort, der ab 1930 wieder Jesolo hieß, ein erneuter Aufschwung im Bereich des Tourismus. Die erste Badeanstalt eröffnete man in Nähe der Piazza Marconi. 1934 gab es zahlreiche Villen und Hotels.

Dem Charakter eines intensiv genutzten Seebades gemäß wurde seit den 1960er Jahren der Stadtkern und der Strandbereich mit immer höheren Hotel- und Wohngebäuden bebaut. Die derzeitige Bauplanungskampagne nennt sich Jesolo City Beach 2012 und soll im Jahr 2012 fertiggestellt sein. Die Kampagne schließt die Neugestaltung von Straßen und Plätzen sowie die Verbesserung der Strände und ihrer touristisch genutzten Bauten ein.

Jesolo teilt sich in zwei Bereiche: Jesolo Paese, etwa zwei Kilometer vom Strand entfernt, und das heute bedeutsamere Lido di Jesolo an der Lagune von Venedig.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:

Leuchtturm:
Der Leuchtturm von Jesolo ist 48 Meter hoch und wurde zwischen 1948 und 1950 am Platz des alten Leuchtturms aus dem Jahre 1840 errichtet. Heute prägt er an der Mündung des Sile die Skyline von Jesolo an der Küste von Lido di Jesolo. Obwohl er auf dem Gemeindegebiet von Cavallino-Treporti am westlichen Ufer des Sile liegt, trägt er den Namen Leuchtturm von Jesolo.

Archäologische Stätten 

  • Archäologisches Gebiet im Norden Jesolo mit Mauerresten aus der Römerzeit
  • Torre Caligo
  • Kirche Santa Maria Assunta

Museen, Bibliotheken und Galerien

  • Civic Museum of Natural History
  • Aquarium Reptilarium

Wirtschaft und Infrastruktur 

Tourismus:

Jesolos wirtschaftliche Grundlage ist der Tourismus. In seiner Blütezeit hatte Jesolo bis zu 6 Millionen Besucher pro Jahr, in den letzten Jahren sank diese Zahl auf etwa 4,5 Millionen jährlich.

verkehr:
Nach Jesolo führen 2 Provinzstraßen: die SP 43 Portegrandi - Jesolo und die SP 42 Jesolana San Michele al Tagliamento - Jesolo. Die Autobahn A4 ist ca. 20 km entfernt. Der nächstgelegene Bahnhof ist San Dona di Piave. Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Venedig. Ebenfalls in der Nähe befindet sich der Flughafen Treviso.

Politik:
Wappen
Roter Drache auf blauem Grund.
Städtepartnerschaften
: Seit dem 28. April 2006 sind Jesolo und Velden (Kärnten) durch eine Städtepartnerschaft verbunden.